Oaxaca

„Oaxaca - die Schönste in Mexiko“

Oft hört man diesen Satz und auch wir glauben, dass es wohl kaum eine schönere Stadt in Nord­amerika gibt. Oft beginnen unsere Gäste den Besuch von Oaxaca mit der Besichti­gung des mächtigen-nbsp;Monte Albáns. Der Morgen­nebel hat sich noch nicht gelegt, und es liegt noch eine seltsam anmutende Stille über diesem faszi­nierenden Ort. Kommen Sie mit in die Welt der-nbsp;Zapoteken-nbsp;und-nbsp;Mixteken. Die grandios auf einem künst­lich abge­flachten Hügel­rücken gelegenen Ruinen sind von einem Kranz aus Terrassen, Häusern, Tempeln und Gräbern an den Hängen des Berges umgeben. Hier lebte einst die einfache Bevöl­kerung. Der gewaltige Tempel­berg war mehr als 1.000 Jahre besiedelt, bevor er um 900 von den Zapoteken auf­gegeben wurde. In seiner Blüte­zeit (500-800 n.-nbsp;Chr.) soll das Zentrum ca. 50.000 Einwohner gezählt haben. Im 10. Jahrhundert eroberten die-nbsp;MixtekenTeile des Staates Oaxaca und den-nbsp;Monte Albán. Die Aufgabe-nbsp;Monte Albáns-nbsp;muss man wohl endlich in Verbin­dung mit dem Eindringen der-nbsp;Mixteken-nbsp;sehen, deren Waffen die Mit­glieder der ört­lichen Dynastie zum Opfer gefallen sind. Ohne ein abhängiges Hinter­land war ein Zentrum wie-nbsp;Monte Albán-nbsp;nicht mehr zu halten.

Jetzt begeben wir uns in das Zentrum Oaxacas. Die pracht­volle-nbsp;Kirche Santo Domingo-nbsp;sowie das-nbsp;Museo Regional de Oaxacaladen zum Besuch ein. Erst im Jahre 1535 kamen die Dominikaner nach Oaxaca, und 1556 begannen sie mit dem Bau eines großen Klosters mit der dazu­gehörigen Kirche. Die mächtigen Wände und ange­setzten Sporen machen den Kirchen­bau trotz seiner schweren Tonnen­decke und des Kuppel­aufsatzes nahezu erdbeben­sicher. Das Kloster mit seinem herrlichen Treppen­haus, den Spuren von Wand­fresken und den Resten des großzügig über­dachten Brunnens im Innenhof beherbergt heute das Museum. Zu den sicherlich beein­druckendsten Funden gehören die Gold­arbeiten aus dem Grab 7 (1250-1480) von-nbsp;Monte Albán. Aus Halb­kugeln zusammen­gesetzte Perlen, Glöckchen, tropfen­förmige Anhänger sowie kleine Blüten und Knospen aus dem edlen Metall gehören zu den einfacheren Formen. Menschen- bzw. Götter­köpfe, teil­weise in verlorener Form gegossen und mit filigran aufge­setzten Details verziert, zählen zu den Meister­werken der-nbsp;mixtekischen-nbsp;Gold­schmiede­kunst. Aber nicht nur Edel­metall wurde hoch geschätzt, sondern auch grüne Schmuck­steine als Symbol des Lebens; aus Jadeit, Serpentin oder Türkis. Schlendern Sie durch die wunder­schönen und sehr romantisch angelegten Gassen und besuchen den bunten Markt-nbsp;Mercado Juárez. Lassen Sie sich bezaubern von der Farben­vielfalt dieser Stadt und ihren Menschen.

Mitla-nbsp;- Die Bedeutung des „Ortes der Toten“ ist bis heute nicht geklärt und macht deut­lich, wie viel Wissen sich im Dunkel der Geschichte verliert. Die Gebäude wurden wohl voll­ständig von den Zapoteken erbaut; insbesondere die Säulen­gruppe mit dem-nbsp;Patio de las Grecas-nbsp;zählt zu den Höhe­punkten der vorspanischen Archi­tektur in Mexiko. Mitla war Sitz „des großen Sehers“ und somit für viele Jahre das religiöse Zentrum der Zapoteken. Heute besticht die Umgebung Mitlas mit den pittoresken Klein­märkten, die insbesondere Web­arbeiten anbieten.

Zwischen Oaxaca und Mitla befindet sich die beschauliche Gemeinde-nbsp;Santa María del Tule. Im Zentrum der Ortschaft steht neben der kleinen Kirche ein gewaltiger-nbsp;Ahuehuete-Baum, der im Laufe seiner ca. 2.000 Lebensjahre einen Umfang von mehr als 36,2 m erreicht hat. Der selbst­gemachte Likör der Kloster­frauen ist sicher­lich ein Geheimtipp.